News aus OZ

Oh je oh je, jetzt haben Fanny und ich bereits 3000 km an der Ostküste zurückgelegt und ihr konntet immer noch nicht mitverfolgen, was wir so erlebt haben. Asche auf mein Haupt! Nur leider ist es nicht so einfach hier immer Strom und Internet und vor allem ZEIT zu finden mal die vergangen Tage zu reflektieren und für euch zusammenzufassen. Doch nun hab ich mir endlich mal einen Spannungswandler fürs Auto gekauft, damit ich Strom habe und heute hatte ich etwas Zeit um zumindest den Rückblick etwas fortzusetzen, wenngleich auch nicht bis zum Ende.

Wir befinden uns momentan im schönen Airlie Beach und haben heute eine extrem schöne Tour um die Whitsundays gemacht. Zu sehen gab es weißen Silikat Strand, türkises Wasser und blauen Himmel ;)

Ich hab mir auch mal wieder die Sauerstoffflasche auf den Rücken geschnallt und war etwas Tauchen, nur leider war die Sicht heute so schlecht, dass wir uns unter Wasser sogar verloren haben :D  Trotzdem einer der schönsten Tage unserer Reise.Da sich viele auch Sorgen gemacht haben, ob wir vom Zyklon getroffen wurden, kann ich hiermit jetzt mal Entwarnung geben. Wir sind zwar gestern genau das Stück zwischen Mackay und Airlie Beach abgefahren, wo der Sturm auf Land getroffen ist, befanden uns zum Unwetter aber 800 km weiter südlich.

Ich hoffe ihr freut euch, wieder mal ein paar Zeilen lesen zu können und ich gebe mein bestes, den Bericht so schnell wie möglich weiter zu schreiben ;)

Bis dahin, viele Grüße von den sonnengebräunten Teilzeitaussis

Fanny und Ben

Weiter geht’s mit dem Bericht:

Nachdem wir den Stadtverkehr von Sydney hinter uns gelassen hatten, ging es den Pacific Highway entlang Richtung Newcastle. Für mich war es die erste längere Strecke, die ich mit einem Automatik-Fahzeug zurücklegte, welches sich aber ( außer im Spritverbrauch) recht gut präsentierte,  wenngleich ich auch schon versehentlich die erste rote Ampel und beinahe einen Fußgänger überfahren habe :D Auf halber Strecke verließen wir dann den Highway um auf die Scenic Route zu wechseln. Das System ist in Australien exzellent ausgebaut. Immer wieder gibt es verschiedene Landstraßen, die vom Highway abgehen und an der Küste entlang oder durch Nationalparks führen. Nach mehreren Stopps zum Fotografieren kamen wir gegen Abend in Newcastle, einer etwas verschlafenen, hügligen Küstenstadt, mit viel Strand an. Hinter uns bereits dicke Regenwolken und ziemlicher Sturm., welcher nicht unbedingt zum Baden einluden. Also suchten wir uns unseren ersten Schlafplatz und wurden in einem großen Park mit grandiosem Panoramaausblick fündig. Nach einigen Startschwierigkeiten war auch unser „Bett“ aufgebaut: eine Konstruktion aus Brettern, und Matratzenteilen, auf welchem es sich aber erstaunlich gut schlafen lässt ;) Dennoch hatten wir anfangs unsere Bedenken, ob dass Auto bis nach Cairns halten wird, da Fanny kurzeitig einen halben Meter tiefer lag, weil ein Matratzenteil nach unten wegbrach, sowie eine Lampenabdeckung beim Türzuschlagen herunter krachte ;D

12.03.2010

Die Nacht haben wir gut überstanden, auch wenn es erstens ein kleines Erdbeben gegeben haben soll und uns zweitens zig Jogger und Radfahrer am Morgen weckten.Weiter gings der Küste entlang nach Port Macquarie. Einen sehr genialen Ausblick durften wir vorher vom Cape Hawk Lookout geniesen, von welchem man über die Seenlandschaft um Forsters, grüne Wälder bis hin zum Ozean mit seinen endlosen Stränden schauen konnte.In Port Macquarie selbst erwartet uns wieder schlechtes Wetter und heftiger Regen. ( Willkommen in der Regenzeit). Wir suchten uns nach etwas Suche einen kleinen abgelegenen Beach und hatten bei aufklarendem Himmel unserer erste Nacht unter Sternen, welche jedoch zeitig zu Ende sein sollte .

13.03.2010

Gegen 5 Uhr morgens wurden wir erneut unsanft aus dem Schlaf gerissen. An dem eigentlich so ruhigen Strand kamen plötzlich, ein Haufen Autos und Menschen. Trubel und Hektik rund um den Surfclub. Als dann das Banner zur Surfmeisterschaft aufgehängt wurde, wussten wir auch Bescheid was los war.

Da uns das ganze etwas zu viel wurde, wollten wir uns eigentlich aus dem Staub machen und in die Stadt fahren. Beim Bettabbauen fiel Fanny aber dummerweise mein Handy in eine nicht wirklich zu ereichende Ritze des Campers :D Nach etwas hin und her drücken und Schieben war klar: ich brauchte Werkzeug um die Bettkonstruktion auseinander zu nehmen. Also ab in sonen Billigladen und einen Schraubenzieher geholt um ein Brett abzuschrauben. Sah bestimmt lustig aus, wie ich auf dem Mc Donalds Parkplatz das halbe Auto zerlegt habe. Leider ohne Erfolg, denn unter dem Brett war eine MDF-Platte, welche sich nicht biegen und brechen ließ. Ich schwitze mir einen Ast und spielte innerlich schon mit dem Gedanken mir in diesem Discount-Laden eine Säge zu holen um ein Loch ins Brett zu sägen. Aber da mir das Geld zu schade war, versuchten wir ein wenig mit dem Auto über Hügel zu fahren, in der Hoffnung, dass das Handy nach vorne rutscht. Und tatsächlich: mit Wagenheber und viel Kraft konnten wir das Telefon aus der Ritze hervor ziehen und guten Mutes in den Koala Park gehen.Dort angekommen gab es einige Koalas und Kängurus aus näherer Umgebung anzuschauen und natürlich konnte man auch ein obligatorisches Streichelfoto machen.

Nachdem wir den Park wieder verlass hatten folgte aber sofort die nächste böse Überraschung des Tages. Im Eifer des Gefechts haben wir versehentlich das Licht am Van brennen lassen. Nach knapp 2 Stunden im Park wollte sich der Motor natürlich nicht mehr starten lassen. Jedoch war es diesmal nicht so schlimm wie bei Flows Auto, sondern wir konnten ein weiteres mal die Hilfsbereitschaft der Aussis kennenlernen. Eigentlich wollten wir an der Rezeption des Parks nur die Nummer von der Pannenhilfe haben, da wurde ein Mitarbeiter gerufen, welcher uns Starthilfe geben sollte. Da das Starterkabel aber irgendwie nicht im Schuppen war, kam extra der Chef, welcher eigentlich frei hatte von zu hause und startete uns das Auto neu.

Auf der restliche Strecke nach Coffs Harbour hielten wir in Nambucca Heads, um das erste mal im Meer schwimmen zu gehen und ließen uns an einem weiten Strand für die Nacht nieder.

14.03.2010

Da der Morgen uns mit strahlendem Sonnenschein begrüßte, nutzen wir die Chance um erst einmal im Ozean baden zu gehen. Erfrischt und sauber gings weiter auf unserer Reise Richtung Byron Bay. Doch vorher schauten wir uns noch den Botanischen Garten in Coffs Harbour an, welcher einen genialen Regenwaldabschnitt bereit hielt.  Da es am Himmel wieder dunkel wurde, fiel die Besichtigung des Hafens und Main Beachs recht fix aus und wir probierten etwas vor den Wolken zu flüchten.In Byron Bay angekommen, erwarteten uns extrem viele Campervans in sämtlichen Ausführungen, Farben und Gerüchen die man sich nur so vorstellen kann ;) Wir merkten schnell, wir sind am Ballermann der Ostküste, denn nach den letzten eher ruhigen Örtchen gabs hier wieder viele Clubs, laute Musik, grölende Englänger und viel Partyvolk. Da wir einen ruhigeren Schlafplatz haben wollten, suchten wir uns einen kleinen Fleck außerhalb der Stadt, zwischen Ozean und einem kleinen Creek. Zum Nachtbaden war die Stelle sehr gut geeignet, zum Schlafen jedoch weniger, da sich das Auto innerhalb weniger Minuten mit zig Mücken gefüllt hatte, welche ich natürlich alle fachmännisch entsorgt habe :D

15.03.2010

Mit krabbelnder Haut von den ganzen Mückenstichen ging es am Morgen zunächst zum Lighthouse, von welchem man einen schönen Rundumblick über die Bucht hat.Den restlichen Tag machten wir einige Kilometer und verließen New South Wales um die Reise in Queensland fortzusetzen. ( Der Grenzübergang lag komplett unerwartet in einer Stadt). Tagesziel war Surfers Paradise und glaubt mir, es ist wahrlich ein kleines Paradies für die Reichen und Schönen: die größten Wolkenkratzer Australiens, architektonisch durchgestylte Villen auf kleinen Inseln und ein ewig langer Strand sind die Hauptmerkmale dieser Stadt. Wir entschlossen uns das höchste Gebäude Australiens mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und konnten vom Q1 Observationsdeck über die komplette Stadt schauen.

16.03.2010

Glücklicher Weise spielte heute zumindest vormittags das Wetter mit und wir konnten den Tag am windigen Strand von Surfers beginnen. Weiter gings es in den Tambourine Mountains, wo uns Warnschilder auf extreme Steigungen vorbereiteten. Gott sei Dank ließen wir uns davon nicht abschrecken und konnten unsere grüne Saftkiste auf den Berg bewegen, von wo aus man eindrucksvolle Ausblicke auf Surfers und auf subtropische Wälder hatte. Da wir recht viel Zeit im Nationalpark verbrachten und die geplante Strecke bis Brisbane nicht mehr ganz im Hellen zu schaffen schienen, entscheiden wir uns in Cleveland zu schlafen. Eine weitere Stadt besiedelt von Superreichen, welche ihre Villen an Wasserwegen gebaut haben um die Yacht direkt vor der Haustür zu haben :D Außerdem kümmern sich Personal Coaches um die „gestressten“ Leutchen. Dafür gab es aber seit langem mal wieder richtig gute Duschen und sogar Strom am BBQ.

…to be continued

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